Interview mit Walter Schmid- Green Region Zürich

Interview mit Walter Schmid

Walter Schmid
Walter Schmid, Initiant der Umwelt Arena

Herr Schmid, die Umwelt Arena öffnet am 23. August 2012 ihre Pforten. Was erwartet die Besucher?
In der Umwelt Arena – einer Ausstellungs- und Eventplattform - wird Nachhaltigkeit erlebbar. Auf vier Stockwerken und insgesamt 6000m2 werden dem Besucher Technologien, Produkte und Dienstleistungen des modernen und bewussten Lebens wie beispielsweise nachhaltige Ernährung/ Konsumgüter oder E-Mobilität interaktiv präsentiert. Fachleute, Bauherren, Schulklassen und alle, die sich für den bewussten Umgang mit unseren Ressourcen interessieren, finden ökologische und ökonomische Innovationen erstmals unter einem Dach vereint. Die erlebnisorientierten Ausstellungen der Umwelt Arena regen an zum Vergleichen, Begreifen und dazu den eigenen Konsum zu hinterfragen. Die Umwelt Arena als Veranstaltungsort garantiert allein schon wegen der spektakulären Architektur und dem einmaligen Rahmenprogramm eindrückliche Events.

Alle Welt redet von Cleantech. Reitet die Umwelt Arena auf der Nachhaltigkeits-Welle mit?
Wir wollen nicht bloss mitreiten, sondern die Welle vorantreiben. Die Schweiz ist führend in der Forschung und Entwicklung neuer Umwelttechniken. Viele neue Produkte mit energieeffizienteren Systemen sind bereit für die Anwendung im Alltag. Zwar beurteilen immer mehr Menschen Bestrebungen in den Bereichen Nachhaltigkeit und Umwelttechnik als zukunftsweisend, doch fehlt es an einfachen und verständlichen Informationen zu diesen Produkten. Wir schliessen mit der Umwelt Arena diese Lücke und motivieren so zum Handeln.

Die Schweiz ist dabei ihre Energieversorgung umzustellen und will keine weiteren AKW mehr bauen. Als Erfinder des Kompogas-Verfahrens sind Sie ein Pionier im Bereich erneuerbarer Energien. Was halten Sie von der aktuellen Entwicklung im Bereich nachhaltige Energiepolitik?
Unsere Umwelt und deren Schutz haben mich schon immer interessiert.
Es wurde schon viel unternommen, aber es gibt immer noch viel zu tun. Man könnte zum Beispiel die Baubewilligungsgebühren und die Liegenschaftssteuern für nachhaltige Bauten reduzieren. Es könnte ein Bonus-/Malus-System eingeführt werden (wer energetisch optimiert, bezahlt weniger), u.v.m.
Ein Unternehmen zu führen heisst auch, Geld effizient einzusetzen. Und Energie ist Geld. Wenn man also mit Energie effizient umgeht, setzt man auch das Geld effizient und richtig ein – nicht nur als Unternehmer.

Interview: Simone Mattli

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